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Verlockende Macht des Fleischlichen
Wir haben Lilli Hill in ihrem Atelier in Wuppertal besucht. Lilli ist 1976 in Abay in Kasachstan geboren und lebt seit 1993 in Deutschland.
Die Malerei von Lilli Hill läßt sich sehr gut so beschreiben (Susan Sontag):
Wahre Kunst macht uns nervös.Wenn man das Kunstwerk auf seine bloße Aussage reduziert und diese zu entziffern versucht, zähmt man das Kunstwerk. Die Interpretation macht Kunst umgänglich und bequem.
Nur bei oberflächlicher Betrachtung könnte die Malerei von Lilli Hill auf eine einzige, klar benennbare Aussage reduziert werden. Es ist die verlockende Macht des Fleischlichen, die den Blick zunächst voll und ganz in ihren Bann zieht, denn lustvoll und sehr freimütig präsentiert die Künstlerin in ihren großformatigen Gemälden den eigenen Körper, der den heutigen Schlankheitsgeboten in keiner Weise entspricht.
Doch dient die überbordende Sinnlichkeit des Fleisches in der Malerei Lilli Hills weder allein dazu, für ein weniger rigides Körperbild einzutreten, das durch die massenhafte Verbreitung in Film und Werbung geradewegs zu einer Ästhetisierung der Unterernährung geführt hat.
Noch geht es darum, den nackten, fülligen weiblichen Körper zum visuellen Konsum darzubieten, wie es die erotischen Bezüge in der Malerei Lilli Hills zunächst vermuten lassen. Zwar wandelt die Malerin mit ihrer Kunst auf dem … mehr hier…
Textquelle: Transartis (Wuppertal)
Bilder vom Videodreh bei Lilli Hill:




















































